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Belletristik Sachbuch
[rowohlt] Harry Rowohlt: In Schlucken-zwei-Spechte. Edition Tiamat, Hardcover, 222 Seiten, 17,00 €
 
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[meins]
Gerd Conradt: Starbuck Holger Meins. Espresso, Hardcover, 192 Seiten, 20,90 €
 
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Harry Rowohlt und Ralf Sotschek - ein ideales Paar in der Nachfolge von Flann O'Brien ("In Schwimmen-zwei-Vögel", übersetzt aus dem Irischen von wem wohl?), und so erzählt Harry Rowohlt dem Ralf Sotschek sein Leben von der Wiege bis zur Biege, z. B. von seinem Vater, der mit dem Rowohlt-Verlag fünfmal pleite ging; ein Schicksal, welches Harry dadurch erspart blieb, dass er gar nicht in den Verlag eintrat. Ralf Sotschek achtet kompetent auf Absurdes und duldet insofern keine Abschweifungen. Für die einen zu viel Sympathie für den Staat, für die anderen zu viel Sympathie für die RAF - für beide zu einseitig, allerdings jeweils nach verschiedenen Seiten. So präsentieren sich Buch & Kinofilm "Starbuck Holger Meins" von Gerd Conradt jedenfalls in der öffentlichen Kritik. Vielleicht eine gute Mischung für eine Auseinandersetzung. Gerd Conradt porträtiert Holger Meins mit Hilfe von Zeitzeugen und ehemaligen MitkämpferInnen, die sich selbst z. T. extrem unterschiedlich entwickelt haben (von Rainer Langhans bis Ralf Reinders z. B.).
Hörbuch Lyrik
[essen]
Pierre Bourdieu, Norbert Elias, Georg Simmel u. a.: Die Soziologie des Essens. 1 Audio-CD. 60 Min.; Tonkombinat 2002; 17,90 €
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[adorno] Günther Bonheim: Versuch zu zeigen, daß Adorno mit seiner Behauptung, nach Auschwitz lasse sich kein Gedicht mehr schreiben, recht hatte. Königshausen und Neumann 2002, 121 S.; 18,00 €
 
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"Warum sind die Teller rund? Wieso und seit wann essen wir überhaupt mit Messer und Gabel? Warum halten die Chinesen unsere Esstechnik für barbarisch? Und schließlich: Gibt es heute noch schichtenspezifische Unterschiede der Essgewohnheiten? Auf alle diese Fragen weiß dieses Hörbuch interessante Antworten. Und zieht dabei allerlei Experten zu Rate: Zitiert werden unter anderem die Philosophen und Soziologen Norbert Elias, Georg Simmel und Pierre Bourdieu. Keine Angst: Die Wissenschaft wird so unterhaltsam verpackt, dass dieses Hörbuch richtig Appetit macht auf mehr." (hr2 Bestenliste)
Hörprobe
"Nach Auschwitz ein Gedicht zu schreiben, ist barbarisch. Es gibt innerhalb der deutschen Literaturgeschichte wohl keine zweite Aussage über Literatur, die eine solche Bekanntheit erlangt hat wie dieser Satz Adornos, den er 1951 erstmals öffentlich kundtat. Die Reaktion auf ihn, zumal unter den Literaten, war von seltener Einmütigkeit und läßt sich großenteils in die Antithese zusammenfassen: Gerade nach Auschwitz müssen Gedichte geschrieben werden.
Indem diese Forderung (bewußt oder auch nicht) in der Folgezeit praktisch umgesetzt und also, wie selbstverständlich, weiterhin Gedichte geschrieben wurden, schien Adornos Behauptung sich in aller Beiläufigkeit zu erledigen, und das, zumal er später selber einzelne unter den Nachkriegslyrikern erklärtermaßen hochschätzte.
Gleichwohl ist seine These damit nicht aus der Welt geschafft; vielmehr hat sich inzwischen, da nun seit ihrer Publikation gut fünfzig Jahre vergangen sind, eine Möglichkeit eröffnet, ihr noch einmal auf ganz besondere Weise nachzusinnen. Denn sollte ihr eine (nur eben versteckte) Wahrheit dennoch innewohnen, dann ist es nicht anders denkbar, als daß die behauptete Unmöglichkeit des Gedichteschreibens in den seither verfertigten Gedichten selber ihre Spuren hinterlassen hat. Daß das tatsächlich so ist, das zu zeigen, ist das Anliegen des Textes." (Verlagsinfo)

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Last updated: 31.07.2002.

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