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Belletristik Sachbuch
[young] Hartmut Aginmar: forever young 1968-2002. Appelhans, Hardcover, 176 Seiten, 19,00 €
 
[soli]
Reinhart Kössler / Henning Melber: Globale Solidarität? Brandes & Apsel, Paperback, 171 Seiten, 14,90 €
 
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Jugendliche zwischen Harz und Heide in Fotografien von Hartmut Aginmar (früher Hartmut Rosen): das Buch zu einer Ausstellung im Landesmuseum Braunschweig, mit Beiträgen von Wulf Otte, Rolf Sachsse und Frank Schäfer. Aginmar fotografierte Jugendliche verschiedener Generationen, aber so lange her ist es seit 1968 nun auch wieder nicht. Ein Wiedererkennungswert der heute Älteren ist garantiert. Die Bandbreite reicht von Demonstrationen gegen Badepreiserhöhungen im Jahr 1969 bis zu jungen Menschen auf dem Braunschweiger Schützenplatz 2002. In diesem als "Streitschrift" titulierten Buch werden Internationalismus und globale Solidarität aus einer historischen Perspektive beleuchtet. Die Autoren blicken (selbst-)kritisch auf die westdeutsche Solidaritätsbewegung speziell zum südlichen Afrika zurück. Sie analysieren die deutsche Entwicklungspolitik zu Beginn des 21. Jahrhunderts am Beispiel des "Afrika-Memorandums" sechs deutscher Wissenschaftler und setzen sich damit auseinander, ob es für globale Solidarität eine Zukunft gibt.
Hörbuch Lyrik
[decker]
Gabi Decker: Casting. 1 Audio-CD. Lübbe Audio 2002, 14,95 €
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[land] Mahmud Darwish: Wir haben ein Land aus Worten. Ausgewählte Gedichte 1986-2002. Arabisch-deutsch. Aus d. Arab. u. hrsg. v. Stefan Weidner. Ammann 2002. 181 S. 18,50 €
 
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Die CD basiert auf dem aktuellen Programm der Kabarettistin. Mit Unterstützung durch Hella von Sinnen, Nicole und Jürgen von der Lippe werden hier schrille und abwegige Charaktere vorgeführt, die beim Casting für Rollen in Rundfunk, Film usw. vorsprechen. Alle kriegen ihr Fett weg und so manche Charakterzüge werden auf den Punkt gebracht und - ausgelacht. "Ein Abend voll virtueller Geiselnahmen und akustischem Hausfriedensbruch." (Verlagsinfo)
Zwischendrin gibt es noch ein paar Liedchen von der Auch-Jazz-Sängerin Gabi Decker vorgetragen. Na denn.
Mahmud Darwish ist der Dichter des palästinensischen Volkes. Manche handeln ihn schon seit längerem als Anwärter auf den Literaturnobelpreis. Wie so viele PalästinenserInnen war auch Darwish ins Exil gezwungen. Er war Mitglied der PLO und 1987 bis 1993 Mitglied des Nationalrats. 1993 trat er aus Protest gegen das Oslo-Abkommen aus. 1995 kehrte er nach Ramallah zurück. Nahezu jedes palästinensische Kind kennt sein Gedicht das beginnt: "Schreib auf: Ich bin Araber. Ausweisnummer: 50 000. Kinder: acht. Das neunte kommt am Ende des Sommers. Macht dich das wütend?"
Darwish ist für viele Symbol seines Volkes, aber er ist auch ein kritischer Beobachter. Seine Lyrik kommt aus der arabischen Tradition wie sie auch Einflüße aus dem Exil integriert. "Literatur wird hier zur Avantgarde einer Individualisierung im Zeichen der Kulturvermischung, die der arabischen Gesellschaft noch bevorsteht." (Ludwig Ammann in der NZZ vom 8.10.2002)
Diese zwei-sprachige Ausgabe ermöglicht ein Nachvollziehen der blumigen Ausdrucksweise des Arabischen und läßt auch die Schwierigkeiten der Übertragung erkennen.

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Last updated: 08.12.2002.

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