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Grusskarte: STOP THE WAR!
Belletristik Sachbuch
[meer] Ernst-Wilhelm Händler: Wenn wir sterben. Frankfurter Verlagsanstalt, 475 Seiten, 25,00 €
 
[soli]
Hans Bentzien: Was geschah am 17. Juni? edition ost, Paperback, 214 Seiten, 12,90 €
 
In einem "Wirtschafts-Roman" beschreibt Händler den Kapitalismus und wie in diesem Menschen zugerichtet werden. Drei 45jährige Frauen arbeiten in gehobenen Positionen für eine Firma. Matriarchalische Elemente? Fehlanzeige. Bis in die Verhaltens- und Körperdetails werden sie von ihren Jobs geprägt. "Den eigenen Körper empfinden wir als eine Ansammlung von Knochen, die einfach beieinander liegen", heißt es am Anfang. Die Struktur der Knochen und des Körpers wie des Geistes besorgt das System der Marktwirtschaft. Händler selbst ist Schriftsteller, Philosoph, Wirtschaftswissenschaftler und Unternehmer. Jahrestage kommen und gehen, sozusagen und in der Regel jährlich, mehr oder weniger mit Emotionen und politischer Taktik aufgeladen. Der 50. Jahrestag des 17. Juni 1953 verspricht da einiges in der härteren Richtung. Schon werden Diskussionen über Umbenennung von Straßen und Plätzen geführt. Eine "Abrechnung" steht bevor. Doch was geschah wirklich? Ein Volksaufstand, ein faschistischer Putsch? Hans Bentzien, ehemaliger DDR-Kultusminister und DDR-Fernsehintendant, ist bemüht um eine differenzierte Erklärung. Als Zeitzeuge und Historiker schildert er interessante Erkenntnisse.
Hörbuch Lyrik
[pippi]
Astrid Lindgren: Pippi Langstrumpf. Universal. 1 Audio-Cassette, 6,90 €
[sms] Anton G. Leitner: SMS-Lyrik. 160 Zeichen Poesie. dtv 2003. 80 S., 6,00 €
Astrid Lindgren ist tot, die Schauspielerin von Pippi wird bald Großmutter (?), aber Pippi lebt und bleibt wie sie war. In dieser Ausgabe des Hörspiels aus den 1960ern noch mit dem etwas eigenwilligen Bild der Original-Pippi. Auch der Inhalt ist original. Kindliche Reminiszensen sind zwar nicht originell, doch immer wieder nett. Der umtriebige Leitner hat mal wieder eine Novität aufgenommen, um sein Lieblingsanliegen zu verfolgen: Die Förderung von Lyrik. In gewisser Weise ist die SMS-Lyrik natürlich Wellenreiterei, aber immer oben auf dem Kamm. Ob nun damit DeutschlehrerInnen ihre SchülerInnen beeindrucken können oder auch dem naserümpfenden Akademiker (wo gibt es den eigentlich noch als in unseren Köpfen?) das SMSen versüsst wird, sei dahingestellt. Nett, nett, Goethe, Mörike und Konsorten übers Handy. Keuch, keuch, hüstel. HAAAAIIIIKU!!! Gesundheit!

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Last updated: 22.03.2003.

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