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| Geschichtlicher Hintergrund. | ||
| Die Ursprünge des Internationalen Frauentags liegen in der Arbeiterinnenbewegung des 19. Jahrhunderts. Damals hatten Frauen und besonders Arbeiterinnen immer wieder in Streikaktionen für verbesserte Arbeitsbedingungen, aber auch für mehr soziale Gerechtigkeit gekämpft. Zum ersten Mal wurde der Frauentag offiziell am 8. März 1911 begangen. Auf Initiative von Clara Zetkin hatte dies die 2. Internationale Sozialistische Frauenkonferenz im Vorjahr beschlossen. Damals ging es hauptsächlich um das Frauenwahlrecht, aber auch um Antimilitarismus, Arbeitsschutz, Gleichstellung am Arbeitsplatz, Achtstundentag, Mutter- und Kinderschutz und die Festsetzung von Mindestlöhnen. Nach dem zweiten Weltkrieg war der Internationale Frauentag in den sozialistischen Ländern ein offizieller Feiertag mit Blümchen für die werktätigen Frauen und "Muttis". Im Westen war der Internationale Frauentag kaum ein Thema. Lediglich in den kommunistischen Parteien wurde er thematisiert. Die Frauenbewegung nahm ihn kaum wahr. Erst in den achtziger Jahren erstarkte wieder das Interesse. Nicht zuletzt gefördert durch internationale Kontakte mit Befreiungsbewegungen bzw. Frauen in der Dritten Welt. |
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| Buchtips zum Thema. | ||
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Marianne Menzel: Die großen Frauen der Geschichte. Von Hatschepsut bis Mutter Teresa. BECHTERMÜNZ; WELTBILD 2001, 239 Seiten, 12,45 €) | |
| Populäres Buch zur Geschichte der Frauen. "Frauen, die Geschichte geschrieben haben - als Wissenschaftlerinnen, Künstlerinnen, Politikerinnen, Wohltäterinnen: Von Jane Austen über Evita Peron bis zu Clara Zetkin - interessante Portraits, einzigartige Illustrationen. Sie gingen in die Geschichte ein, als mächtige Herrscherinnen, als Vorbilder, als Stars - 100 berühmte Frauen der Weltgeschichte fesselnd porträtiert." (Verlagsinfo) |
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Moderata Fonte: Das Verdienst der Frauen. Warum Frauen würdiger und vollkommener sind als Männer. BECK 2001; 20,50 € | |
| "Sieben Frauen - drei von ihnen verheiratet, zwei unvermählt und zwei verwitwet - versammeln sich zu einem Streitgespräch über den Wert der Männer und der Frauen. Die Strategie der Anklage und der Verteidigung gibt eine achte Frau vor: die Verfasserin Moderata Fonte, Gemahlin eines venezianischen Anwalts, Mutter von fünf Kindern und literarisch vielfach bewandert. Ort des Zusammentreffens ist Venedig, ein Palazzo am Canale Grande im letzten Jahrzehnt des 16. Jahrhunderts. Geführt wird die geistvolle und ironische Debatte über das Menschsein der Frau mit allen verfügbaren Argumenten: den theologischen der Schöpfungsgeschichte, den neuesten medizinischen Erkenntnissen, historischen Beispielen und den ganz eigenen Erfahrungen der versammelten Frauen mit dem anderen Geschlecht. Der lebensnahe Dialog bietet in beispielloser Fülle Einblicke in das Venedig der Spätrenaissance. Er stellt damit ein außergewöhnlich persönliches Dokument der italienischen Kulturgeschichte dar unSieben Frauen - drei von ihnen verheiratet, zwei unvermählt und zwei verwitwet - versammeln sich zu einem Streitgespräch über den Wert der Männer und der Frauen. Die Strategie der Anklage und der Verteidigung gibt eine achte Frau vor: die Verfasserin Moderata Fonte, Gemahlin eines venezianischen Anwalts, Mutter von fünf Kindern und literarisch vielfach bewandert. Ort des Zusammentreffens ist Venedig, ein Palazzo am Canale Grande im letzten Jahrzehnt des 16. Jahrhunderts. Geführt wird die geistvolle und ironische Debatte über das Menschsein der Frau mit allen verfügbaren Argumenten: den theologischen der Schöpfungsgeschichte, den neuesten medizinischen Erkenntnissen, historischen Beispielen und den ganz eigenen Erfahrungen der versammelten Frauen mit dem anderen Geschlecht. Der lebensnahe Dialog bietet in beispielloser Fülle Einblicke in das Venedig der Spätrenaissance. Er stellt damit ein außergewöhnlich persönliches Dokument der italienischen Kulturgeschichte dar." (Verlagstext) | ||
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Marion Kaplan: Der Mut zum Überleben. Jüdische Frauen und ihre Familien in Nazideutschland. Aufbau-Verlag 2001, 409 S., 20,0 € | |
| Geschichtliche Aufarbeitung durch eine Betroffene. Rezension bei antifa. |
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Ulrike Leutheusser u. a. (Hrsg.): Hitler und die Frauen. DVA 2001, 287 S., 25,00 € | |
| "Männer prägten den Nationalsozialismus - Frauen wurden in der NS-Ideologie reduziert auf Gebärmaschinen der "arischen" Rasse. Sie hatten keine herausragende Rolle in Politik und Gesellschaft. Dennoch: Frauen waren verläßliche Stützen des Systems, sie förderten Hitler, jubelten ihm zu. Viele Frauen waren Nutznießerinnen, nicht wenige arbeiteten als Aufseherinnen und Ärztinnen in Konzentrationslagern. Für das Regime quälten und töteten sie auch Frauen, die aus rassischen, politischen oder religiösen Gründen inhaftiert waren. Bekannte und unbekannte Zeitzeugen, auch aus dem näheren Umfeld Hitlers, Gegnerinnen und Opfer geben in zahlreichen Interviews Auskunft über das Verhältnis zu den Frauen und die Rolle der Frau im Dritten Reich. Der reichbebilderte Begleitband zur Sendereihe des Bayerischen Fernsehens dokumentiert mit seinen Aussagen sowie teilweise unbekanntem Archivmaterial ein umfassendes Bild des Frauenlebens unterm Hakenkreuz." (Verlagstext) | ||
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I. Franken; Sh. Jazaeri; R. Staudenmeyer: Was erreicht? Frauenbewegte Lebensgeschichten aus der Sicht unterschiedlicher Kulturen.; SCHMIDT VON SCHWIND 2001, 381 S., 19,35 € | |
| "Kölner Frauen- (Projekt)geschichte von 1970 bis 2000 anhand 26 persönlicher Biographien anschaulich gemacht. Die Selbstorganisationen der Migrantinnen werden hier angemessen gewürdigt. Kulturelle Differenzen und Multikulti-Visionen interessieren die Nicht-deutschen Aktivistinnen weit weniger als die täglich erfahrbare juristische Diskriminierung." (Beschreibung von Querelles-Net.) | ||
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I. Lenz, M. Mae, K. Klose: Frauenbewegungen weltweit: Aufbrüche, Kontinuitäten, Veränderungen. LESKE & BUDRICH 2000, 283 S., 20,00 € | |
| "Frauenbewegungen haben die Moderne mitgestaltet und inzwischen agieren sie längst nicht mehr nur auf nationaler Ebene, zunehmend spielen sie auch in globalen Organisationen, z. B. der UN, eine bedeutende Rolle. Prof. Dr. Ilse Lenz (Fakultät für Sozialwissenschaft der RUB, Sektion Soziologie), Prof. Dr. Michiko Mae (Japanologie, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf) und Karin Klose, M.A. (Universität Düsseldorf) haben nun die erste Veröffentlichung herausgebracht, die "Frauenbewegungen weltweit" in den Mittelpunkt stellt (Verlag Leske + Budrich). Der Band resultiert aus der Kooperation der beiden Professorinnen, die im Netzwerk Frauenforschung NRW durch die Koordinationsstelle zur japanbezogenen Frauen- und Geschlechterforschung verankert ist." (Beginn der Rezension von Dr. Josef König bei Informationsdienst Wissenschaft.) |
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