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08. März 2003: Internationaler Frauentag!
Geschichtlicher Hintergrund.
Die Ursprünge des Internationalen Frauentags liegen in der Arbeiterinnenbewegung des 19. Jahrhunderts. Damals hatten Frauen und besonders Arbeiterinnen immer wieder in Streikaktionen für verbesserte Arbeitsbedingungen, aber auch für mehr soziale Gerechtigkeit gekämpft. Zum ersten Mal wurde der Frauentag offiziell am 8. März 1911 begangen. Auf Initiative von Clara Zetkin hatte dies die 2. Internationale Sozialistische Frauenkonferenz im Vorjahr beschlossen. Damals ging es hauptsächlich um das Frauenwahlrecht, aber auch um Antimilitarismus, Arbeitsschutz, Gleichstellung am Arbeitsplatz, Achtstundentag, Mutter- und Kinderschutz und die Festsetzung von Mindestlöhnen.
Nach dem zweiten Weltkrieg war der Internationale Frauentag in den sozialistischen Ländern ein offizieller Feiertag mit Blümchen für die werktätigen Frauen und "Muttis".
Im Westen war der Internationale Frauentag kaum ein Thema. Lediglich in den kommunistischen Parteien wurde er thematisiert. Die Frauenbewegung nahm ihn kaum wahr. Erst in den achtziger Jahren erstarkte wieder das Interesse. Nicht zuletzt gefördert durch internationale Kontakte mit Befreiungsbewegungen bzw. Frauen in der Dritten Welt.
Buchtips zum Thema.
[pusch]
Luise F. Pusch u. Susanne Gretter (Hrsg.): Berühmte Frauen. suhrkamp 2003, 760 Seiten, 20,00 €
Nunmehr gibt es zwei Bände der Darstellung berühmter Frauen. Insgesamt 600 Porträts über Jahrhunderte. Zusammen mit Preisvorteil gegenüber den zwei Einzelbänden separat.
[adam]
Birgit Adam: Als Frau allein unterwegs. Reise Know-How, Praxis. 2002. 128 S. 8,90 €
" Kosten, Gesundheit, Hygiene, Kinder, Verhalten, Bekleidung, Kleine Krisen. Erwartungen und Möglichkeiten, Angebote für Frauen, Kontakte knüpfen, ReisepartnerInnen finden, Unerwünschte Kontakte vermeiden."
Ein praktischer Ratgeber für das Verreisen allein. Von der Vorbereitung über die Durchführung sowie zum Einkalkulieren und Vermeiden von Gefahren und Nervereien.
[gnueg]
Hiltrud Gnüg u. Renate Möhrmann (Hrsg.): Frauen Literatur Geschichte: Schreibende Frauen vom Mittelalter bis zur Gegenwart. suhrkamp 2003, 760 S., 19,50 €
""Mit diesem Buch wird ein erster Versuch unternommen, die literarische Produktion von Frauen in einem größeren Zusammenhang darzustellen … Es ist faszinierend zu lesen, wie Frauen über die Jahrhunderte hin schreibend Forderungen aufgestellt haben und schreibend für persönliche Freiräume kämpften", schrieben wir 1989, als Frauen Literatur Geschichte, eine Geschichte weiblichen Schreibens vom 12. Jahrhundert bis zur Gegenwart, erstmals erschien (st 1603).
Inzwischen hat sich die feministische Literaturwissenschaft längst als eigenständige Disziplin etabliert. Die Ergebnisse der neueren Forschung fließen in die jetzt vorliegende erweiterte Ausgabe ein, über 30 Artikel wurden völlig neu geschrieben, weitere aktualisiert und bearbeitet, der Band um ein Kapitel über Filmemacherinnen, Hörspielautorinnen, Performance-Künstlerinnen und im Internet schreibende Frauen erweitert. Frauen Literatur Geschichte ist ein spannendes Geschichts- und Lesebuch mit Schmökercharakter, das Einblick gibt in die unterschiedlichsten Facetten weiblichen Schreibens." (Verlagsinfo)
[falle]
Roswitha Burgard: Frauenfalle Psychiatrie. Wie Frauen verrückt gemacht werden. Orland Frauenverlag 2002, 224 S., 15,50 €
"Die Lebensrealität von Frauen ist noch immer vielfach durch Machtlosigkeit und Abwertung gekennzeichnet. Roswitha Burgard nimmt die weibliche Sozialisation, Geschlechterrollenstereotype und das Machtgefälle in Familie, Schule, Beruf und psychiatrischen Einrichtungen noch einmal genau unter die Lupe und zeigt den ursächlichen Zusammenhang zwischen weiblichen Lebensbedingungen und der Entwicklung bestimmter psychischer Krankheiten auf.
Unter Verwendung zahlreicher Beispiele aus ihrem therapeutischen Alltag analysiert sie, wie Frauen in die Falle Psychiatrie geraten und oft darin gefangen bleiben.
Ein Buch, das Frauen dazu ermutigt, sich aus der Zwangsjacke der richtigen weiblichen Lebensführung zu befreien, sich nicht für verrückt erklären zu lassen und ihre Wut kreativ zur Veränderung zu nutzen.
Mit einem ausführlichen Adressteil für Deutschland, Österreich und die Schweiz." (Verlagsinfo)
Links zum Thema.
  • Seite der IG Metall mit Infos zu den Aktionen der Gewerkschaftsfrauen.
  • Mehr zur Geschichte des Internationalen Frauentags bei frauennews.
  • Querelles-Net Rezensionszeitschrift für Frauen- und Geschlechterforschung.
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Last updated: 07.03.2003.

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