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08. März 2005: Internationaler Frauentag!
Geschichtlicher Hintergrund.
Die Ursprünge des Internationalen Frauentags liegen in der Arbeiterinnenbewegung des 19. Jahrhunderts. Damals hatten Frauen und besonders Arbeiterinnen immer wieder in Streikaktionen für verbesserte Arbeitsbedingungen, aber auch für mehr soziale Gerechtigkeit gekämpft. Zum ersten Mal wurde der Frauentag offiziell am 8. März 1911 begangen. Auf Initiative von Clara Zetkin hatte dies die 2. Internationale Sozialistische Frauenkonferenz im Vorjahr beschlossen. Damals ging es hauptsächlich um das Frauenwahlrecht, aber auch um Antimilitarismus, Arbeitsschutz, Gleichstellung am Arbeitsplatz, Achtstundentag, Mutter- und Kinderschutz und die Festsetzung von Mindestlöhnen.
Nach dem zweiten Weltkrieg war der Internationale Frauentag in den sozialistischen Ländern ein offizieller Feiertag mit Blümchen für die werktätigen Frauen und "Muttis".
Im Westen war der Internationale Frauentag kaum ein Thema. Lediglich in den kommunistischen Parteien wurde er thematisiert. Die Frauenbewegung nahm ihn kaum wahr. Erst in den achtziger Jahren erstarkte wieder das Interesse. Nicht zuletzt gefördert durch internationale Kontakte mit Befreiungsbewegungen bzw. Frauen in der Dritten Welt.
Buchtips zum Thema.
[scholz]
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Siegfried Scholze: Der Internationale Frauentag einst und heute. Geschichtlicher Abriss und weltweite Tradition vom Entstehen bis zur Gegenwart. trafo 2001, 253 Seiten, 20,80 €
Zum 90. Jahrestag erschien diese umfassende historische Würdigung des internationalen Frauentags. Scholze zeichnet die Anfänge des Frauentags in der sozialistischen Frauenbewegung und seine Fortentwicklung über die UNO-Festlegung, die Probleme aus dem Zusammenbruch des Ostblocks und die Fortführung in den letzten Jahren ind das neue Jahrhundert nach.
[frauenwelten]
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Gertrude Eigelsreiter-Jashari: Frauenwelten - Frauensolidarität. Reflexionen über Nord-Süd-Begegnungsreisen. Brandes & Apsel 2004, 216 S., 17,90 €
"Frauenwelten Frauensolidarität liefert einen Beitrag zur ökonomischen Globalisierung aus Genderperspektive. Es zeigt, wie wichtig persönliche Begegnungen für den Prozess einer wachsenden Globalisierung von Solidarität sind.
Auf der Basis von Interviews mit Teilnehmerinnen und Expertinnen von Frauenbegegnungsreisen geht die Autorin der Frage nach, ob es gelingt, mit Hilfe eines feministischen Bildungsansatzes Empowerment und Solidarität zwischen Frauen aus südlichen und nördlichen Ländern zu bewirken.
Theoretische Konzepte über Globales Lernen, feministische Bildung und Solidarität als Bereitschaft, mit anderen Menschen Lebenschancen zu teilen, bilden den Rahmen für die Reflexionen über diese besonderen Reise-Erfahrungen."(Verlagsinfo)
[gesundheit]
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Anita Riecher-Rössler: Frauengesundheit. Psyche und gynäkologische Psychosomatik. Urban & Fischer 2004, 690 S., 82,00 €
"Es gibt deutliche Unterschiede bei Frauen und Männern hinsichtlich Risiko, Entstehung, Verlauf, Erleben, Bewältigung oder Therapien von Erkrankungen. Studien z.B. zur Erforschung von Medikamenten, schließen jedoch häufig Frauen nicht mit ein.
Dieses Buch informiert Ärzte in Klinik, v.a. aber Praxis, die Frauen in allen Lebensphasen behandeln. Es beinhaltet frauenspezifische Erkrankungen und Erkrankungen, bei denen Geschlechtsunterschiede (z.B. in der Therapie) eine besondere Rolle spielen. Nicht nur bei psychischen Erkrankungen müssen Ärzte immer mehr über diese Unterschiede Bescheid wissen. Wer seine Patientinnen kompetent und erfolgreich behandeln will, muss sich in diesem Buch informieren.
Das Besondere ist der problemorientierte Zugang: Im Speziellen Teil werden Beratungs- und Behandlungsanlässe und Beschwerden (inkl. Erkrankungen) alphabetisch abgehandelt, dabei wird auf die interdisziplinäre Darstellung großen Wert gelegt. Das zweifarbige, unkonventionelle Layout der gesamten Reihe garantiert Lesevergnügen - auch über den Gebrauch im Alltagsstress hinaus." (Verlagsinfo)
[sichtermann]
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Marie Sichtermann: Der zäheste Fisch, seit es Fahrräder gibt. Ein Plädoyer für autonome Frauenräume. Helmer Verlag 2003, 192 S., 17,95 €
"Die Frauenbewegung war nicht allein von Theorien, sondern vor allem auch durch ihre Praxis geprüft: Aktionen und Projekte, in denen Positionen sichtbar wurden, Raum und Wirkung entfalten konnten. Wird dieses lebendige Mit- und Gegeneinander der Frauenzusammenhänge wiederum der Reflexion unterzogen, so entsteht erneut Theorie, die die Praxis verwandeln und beflügeln kann. Marie Sichtermann begleitet seit vielen Jahren die Praxis der Frauenbewegung, war und ist in ihr als Projekt- und Unternehmensberaterin tätig. Als Praktikerin mit einem unüberwindlichen Hang zur Theoriebildung hat sie nun einige ihrer Vortrüfe aus den letzten 15 Jahren zusammengestellt und damit zugleich einen kleinen Teil der flüchtigen Frauenbewegungsgeschichte dokumentiert: Diese Vortrüfe entstanden als Auftragsarbeiten, reagierten also auf Themenwünsche aus der Erfahrungswelt der Bewegung. Bewusst wurden die Texte daher im Kontext ihres Entstehens belassen und um Hinweise ergänzt. Welches war der Praxiszusammenhang? Was ist aus den Projekten geworden, was aus den Frauen, die sie trugen? Fragen, denen Marie Sichtermann nachgeht, um die Erfahrungen von gestern und heute zu vernetzen und die Praxis von Frauen zu qualifizieren." (Verlagsinfo)
[paulus]
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Manfred Paulus: Frauenhandel und Zwangsprostitution. Tatort Europa. Deutsche Polizeiliteratur 2003, 173 S., 16,90 €
Aus Anlass der Filmvorführung von Lilja-4-ever. Hier mehr zum Film.
"Allein in Deutschland gehen derzeit nach Schätzungen von Hydra und anderen Hilfsorganisationen 100.000 bis 200.000 Ausländerinnen, davon ein erheblicher und zunehmender Teil aus Osteuropa kommend, der Prostitution nach. Sie sind in der überwiegenden Mehrzahl Gefangene und Opfer international agierender Täter und Tätergruppierungen und krimineller Ausbeuter. Sie sind die Sklavinnen unserer Zeit und die Ware einer gierigen Sexindustrie, die Jahr für Jahr Milliarden erwirtschaftet.
Frauenhandel und Zwangsprostitution sind untrennbar und sehr eng mit anderen Kriminalitätsformen verbunden und sie sind Basisdelikte und ein wichtiges Standbein der Organisierten Kriminalität.
Der Autor beleuchtet die Situation in den Rekrutierungsländern, die Anwerbe- und Schleusungsmethoden sowie die Zuführung und Ausbeutung in der Zwangsprostitution anhand kriminalpolizeilicher Erfahrungen und realem Kriminalitätsgeschehens.." (Verlagsinfo)
Links zum Thema.
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Veranstaltungsliste des 8.-März-Bündnisses in Braunschweig 2005 (pdf-Datei).

Last updated: 27.02.2005.

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