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Die WA(H)RE Frau oder: Frauen das schöne Geschlecht.

"Dürfen wir schön sein wollen?
Einerseits wurden Frauen mit der Zuschreibung als das schöne Geschlecht aus vielen Weltbezügen augegranzt, andererseits liegt in unserer Schönheit die Quelle unserer sinnlichen und erotischen Lebenskraft und diese wollen wir feiern!
Anhand von Bildern - deshalb das Herzog Anton Ulrich Museum als besonderer Ort - möchten wir die Projektionen sichtbar machen, die wir auf uns selbst, die Frauen auf Frauen und Männer auf Frauen haben. In Bildern (Öl-/ Werbe-/ Phantasiebildern) erscheinen Frauen mal als das unschuldig Ideale und mal als verführerisch Böses, mal als Objekt und Ware, mal als selbstbestimmt Handelnde.
Es scheint uns so schwierig wie dringend notwendig zu sein, unsere Aufmerksamkeit dafür zu schärfen, dass gerade unsere Erotik und Schönheit als Alibi dient für einen riesigen globalisierten Markt: Kosmetik; Pharmazie; Schönheitschirurgie; Werbung; Modeindustrie; Sexindustrie; Frauenhandel.
Zu dieser Auseinandersetzung möchten wir mit den diesjährigen Veranstaltungen zum internationalen Frauentag anregen." (Flugblatt des Braunschweiger Frauenbündnisses)

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[genpool]
Genpool. Biopolitik und Körper-Utopien. Passagen 2002, 400 Seiten, 44,00 €
"Wie verändern sich unsere Vorstellungen von Körpern, wenn Organe verpflanzt oder eigens gezüchtet und Gene manipuliert werden können? Was ist nun unter Leiden, Behinderung, Normalität, Heilung oder körperlicher Selbstbestimmung zu verstehen? Angesichts des biotechnologischen Programms richten sich gesteigerte Erwartungen an den Menschen der Zukunft. Die Idee seiner gen-technischen Verbesserung stimuliert und irritiert die gesellschaftliche Einbildungskraft. Die breit angelegte "körperliche Revolution" (Ian Hacking) ist eine fundamentale Herausforderung an Weltanschauungen und Menschenbilder.
Mit Beiträgen von Elisabeth Beck-Gernsheim, Lennard Davis, Barbara Duden, Ian Hacking, Gabriele Klein, Elisabeth List, Renate Lorenz, Reinhard Merkel, Dietmar Mieth, Barbara Katz Rothman, Dieter Thomä, Gerburg Treusch-Dieter u.a." (Verlagsinfo) .
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[wichterich]
Christa Wichterich: Femme global. Globalisierung ist nicht geschlechtsneutral . AttacBasisTexte 7. 104 Seiten, VSA 2003, 6,50 €
"Der neoliberale Umbau der Wirtschaft und der Politik baut auf der Ungleichheit zwischen den Geschlechtern auf und schafft neue soziale Ungleichheiten.
Frauen spielen eine wichtige strategische Rolle als Billigarbeitskräfte bei der Exportorientierung und der Informalisierung von Arbeit, während die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung in den Haushalten erstaunlich stabil bleibt. Die Staaten werden durch den Ausbau zur Wettbewerbs- und Sicherheitsmacht erneut »männlicher«, während die soziale Verantwortung durch den weltweiten Sozialabbau weiter feminisiert wird.
Nicht nur beim alltäglichen Kampf gegen die Armut und soziale Unsicherheit, sondern auch beim Widerstand gegen das Lohndumping in der Exportindustrie, gegen die Privatisierung öffentlicher Güter und gegen Biopiraterie stehen Frauen ganz vorne.
Und nicht nur in die konventionelle Politik müssen sich feministische Ansätze hineinkämpfen, auch den neuen sozialen Bewegungen müssen noch Augen und Ohren für Geschlechtergerechtigkeit geöffnet werden.
"Frauenorganisationen wollen autonome Positionen entwickeln und sich gleichzeitig in die globalisierungskritischen Bewegungen einmischen – und zwar weder am Rande noch als Fußvolk. Nach neuen theoretischen und praktischen Ansätzen gegen die neoliberale Globalisierung suchend gehen sie vorwärts. Neue Bewegungen, Allianzen und Wege sind notwendig und möglich."
Christa Wichterich ist Soziologin, freie Publizistin und Mitglied im wissenschaftlichen Beirat von Attac." (Verlagsinfo)
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[hartz]
Hella Baumeister / Ulrich Gransee / Klaus-Dieter Zimmermann (Hrsg.): "Die Hartz-"Reformen". Die Folgen von Hartz I-IV für ArbeitnehmerInnen. Ein Projekt der Arbeitnehmerkammer Bremen und des DGB Bezirks Niedersachsen – Bremen – Sachsen-Anhalt. 224 Seiten, VSA 2005, 12,80 €
"Die praktischen Auswirkungen der Zusammenlegung von Sozialhilfe und Arbeitslosenhilfe II – mit dem Wort des Jahres 2004 "Hartz IV" bezeichnet – prägen den öffentlichen Diskurs. Sie sind jedoch nur ein Teil der gesamten Hartz-"Reformen". Deren Folgen für ArbeitnehmerInnen werden in diesem Buch dargestellt. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die Situation in Bremen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt gelegt.
Zwei Jahre, nachdem die ersten Gesetze für moderne Dienstleistungen in Kraft getreten sind und nunmehr auch die vorerst letzte Stufe der grundlegenden Arbeitsmarktreform mit der Zusammenführung der Arbeitslosen- und Sozialhilfe umgesetzt wurde, ist es nach Auffassung der Arbeitnehmerkammer Bremen und des DGB Bezirks Niedersachsen – Bremen – Sachsen-Anhalt an der Zeit, eine Bilanz der Wirkungen der bereits umgesetzten Gesetze (Hartz I bis Hartz III) zu ziehen und eine erste Bewertung zu Hartz IV vorzunehmen. Auch wenn die öffentliche Diskussion gegenwärtig sehr verkürzt auf Hartz IV und den Problembereich Arbeitslosengeld II (ALG II) bezogen wird, soll das gesamte Reformwerk wieder in den Blick genommen werden. Die bisher bereits umgesetzten arbeitsmarktpolitischen Reformen haben Konsequenzen, die über die Arbeitsmarktpolitik im engeren Sinne hinausweisen.
Mit diesem Sammelband werden die einschneidenden Folgen der Hartz-Gesetze von ganz verschiedenen gesellschaftlichen Akteuren und somit auch aus unterschiedlichen Blickwinkeln bewertet. Ungeachtet der unterschiedlichen Positionen stehen die Auswirkungen auf die größte Gruppe der Erwerbstätigen, die abhängig beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, im Mittelpunkt der Beiträge.
(Aus dem Vorwort von Heinz Möller, Hans-L. Endl, Hartmut Tölle, Udo Gebhardt)" (Verlagsinfo)
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[ackermann]
Lea Ackermann, Inge Bell, Barbara Koelges: Verkauft, versklavt, zum Sex gezwungen. Das große Geschäft mit der Ware Frau. Kösel 2005, 176 Seiten, 14,95 €
"Menschenhandel: Ein Verbrechen, das mitten unter uns geschieht. Vor allem Frauen und Kinder sind die Opfer. Aber kaum jemand nimmt Notiz davon. Dabei wird die »Ware Frau« offen zum Kauf angeboten – täglich in Zeitungsanzeigen, rund um die Uhr im Internet. Laxe Bestimmungen und eine nachlässige Rechtsauslegung machen es Schleppern und Schleusern leicht. Wer profitiert von dem lukrativen Geschäft? Wer sind die Freier, die die Nachfrage für das verbrecherische Angebot erst erzeugen? Diese sensible und zugleich mutige Reportage lässt Opfer zu Wort kommen, bringt erschreckende Details ans Tageslicht und zeigt: Wir können etwas tun. Wer diese unerträglichen Verbrechen an Frauen und Kindern nicht länger akzeptieren will, ist aufgefordert zu handeln."
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[eiblmayr]
Silvia Eiblmayr: Die Frau als Bild. Der weibliche Körper in der Kunst des 20. Jahrhunderts. Dietrich Reimer 1993, 300 Seiten, 59,00 €
"Welche Rolle spielt das Bild der Frau in den künstlerischen Entwicklungen der Moderne? Vom Standpunkt künstlerischer und kritischer Positionen der Postmoderne aus untersucht die Autorin diese komplexe Frage im Rückblick auf die Moderne.
In der allmählichen Zerstörung des menschlichen Körpers in der Malerei und letztlich auch der Auflösung der Bildform selbst ist eine geschlechtsspezifische Rollenzuweisung erkennbar: die Bildfunktion der Frau. Der dämonisierte erotische weibliche Körper wird zur ästhetischen Krisenfigur innerhalb der Struktur des Kunstwerkes für den Avantgardekünstler, der mit traditionellen Darstellungs- und Wahrnehmungskonventionen brechen will. Auf der formalen Ebene bedeutet dies eine Gleichsetzung des weiblichen Körpers mit der materiellen Körperlichkeit des Bildes. Die mittels scharfsichtiger Werkanalysen entwickelte These Sylvia Eiblmayrs findet ihre Abstützung in den Untersuchungen Freuds und Lacans zur Geschlechterdifferenz sowie zur Bedeutung des Bildes als grundlegendes Element der Subjektbildung. Für die weibliche Selbstinszenierung lässt sich zeigen, dass sich die Künstlerinnen mit jener Repräsentationsstruktur auseinandersetzen, innerhalb derer dem Weiblichen die Funktion Bild zugewiesen wird. Damit widersprechen sie durch ihr Werk den feministischen Entwürfen vom eigenen Bild und vom autonomen, befreiten Körper. " (Verlagsinfo)
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