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Belletristik
[fuentes] Carlos Fuentes: Die Jahre mit Laura Diaz. Fischer Taschenbuch, 559 Seiten, 10,90 €
Laura Diaz heiratet den Revolutionär Juan Francisco und befreundet sich mit Diego Rivero und Frida Kahlo. Als Fotografin dokumentiert sie die Geschichte Mexikos in einer Umbruchsphase. Carlos Fuentes porträtiert in diesem Buch sowohl Laura Diaz wie auch sein Land.
[stahl] Christopher Stahl: Tödliche Veranlagung. Verlag Neue Wirtschafts-Briefe, Paperback, 222 Seiten, 16,90 €
Hier ist der erste "Steuerberater-Krimi"! Geschrieben Christopher Stahl (Pseudonym), bisher Verfasser von Steuer-Sachliteratur. Ein Steuerberater namens Darius Schäfer wird nachts von einem Mandanten, der zugleich sein bester Freund ist, angerufen. Doch dieser Mandant und Freund wird bald tot aufgefunden. Schäfer sucht den Mörder und gerät selbst in größte Gefahr.
[shaft] Ernest Tidyman: Shaft und das Drogenkartell. Pendragon Verlag, Paperback, 214 Seiten, 9,90 €
Shaft ist ein schwarzer Privatdetektiv in New York. Er soll ein entführtes Mädchen suchen. Dabei bekommt er es mit Polizei und Mafia zu tun. N.Y. wird keineswegs als "Schmelztiegel der Nationen" beschrieben, sondern als brutales Pflaster ethnischer Konflikte. Bereits 1970 erschien dieses Buch, fand besonderen Anklang beim schwarzen Publikum, lieferte die Vorlage für Kinofilme, geriet in Vergessenheit und wird jetzt dank einer erstmals ungekürzten deutschen Neuauflage wieder entdeckt.
[handy]
Katrin Kremmler: Blaubarts Handy. Argument Verlag, Paperback, 202 Seiten, 9,90 €
Die Deutsche Gabriela schreibt in Budapest ihre Dissertation, ihr Thema ist das Leben von Lesben vor und nach der Wende. Zudem arbeitet sie bei einer Lesben- und Schwulenhotline mit. Was sie noch nicht ahnt: sie gerät in ein Verbrechen. Nebenbei erfahren wir einiges über Ungarn und Budapest, Orte, die nah und doch ziemlich fern sind.
[cantando] Sonja Steinert: Cantando. Krug & Schadenberg, Hardcover, 220 Seiten, 19,90 €
Es geht um Liebesbriefe aus den 30er Jahren, um die Suche nach deren Verfasser, um Karrierismus in der Wissenschaft und männliche Seilschaften im akademischen Leben, um Liebesbeziehungen, um Kreuzberg und Südfrankreich. Ein Roman, der sich aus vielen Schichten zusammensetzt und sie alle zusammenfügt.
Sachbuch
[herrscher] Jean Ziegler: Die neuen Herrscher der Welt und ihre globalen Widersacher. C. Bertelsmann, Hardcover, 318 Seiten, 22,90 €
Ziegler beschreibt Geschichte und Gegenwart der Globalisierung. Er benennt die "Beutejäger", welche Menschen zerstören und die Natur verwüsten, und die "Söldlinge" (WTO, IWF, Weltbank). Aber er bleibt dabei nicht stehen und benennt neue Sozialbewegungen, die sich der Entwicklung widersetzen.
[welt] John Holloway: Die Welt verändern, ohne die Macht zu übernehmen. Westfälisches Dampfboot, Paperback, 255 Seiten, 24,80 €
John Holloway ist in Dublin geboren und lehrt an einer mexikanischen Universität. Wie der Titel seines Buches bereits ausdrückt, ist er von der zapatistischen Bewegung beeinflusst. In einer von der Fetisch-Kritik geprägten marxistischen Analyse versucht er, die Begriffe "revolutionäres Subjekt" und "Anti-Macht" zu durchdringen.
[ideen] Fenske / Mertens / Reinhard / Rosen: Geschichte der politischen Ideen. Fischer Taschenbuch, 669 Seiten, 14,90 €
Ein Kompendium, aber dennoch ein voluminöses Werk aufgrund seiner Thematik und seines Anspruchs. Die politische Ideengeschichte von der Antike bis zur Gegenwart ist hier prägnant und, wie es scheint, einigermaßen komplett wiedergegeben. Perioden wie Personen werden zusammenhängend besprochen.
[sklavin] Mende Nazer/Damien Lewis: Sklavin. Schneekluth, Hardcover, 317 Seiten, 19,90 €
Mende Nazer ist in den Nuba-Bergen im Sudan geboren. Sie gerät in die Sklaverei nach Khartum und von dort in das Haus des Geschäftsträgers der sudanesischen Botschaft in London, wo sie ebenfalls als Sklavin arbeiten muss. Dieser Bericht über heutige Sklaverei in einem Industrieland durfte in England durch eine anwaltliche Verfügung im Namen des betreffenden Botschaftsangehörigen nicht erscheinen.
[kerle] Frank Schäfer: Harte Kerle. Oktober Verlag, Paperback, 172 Seiten, 14,00 €
Neda Bozinovik ist 1917 in Kroatien geboren. Sie studiert Jura in Belgrad, wird Mitglied der kommunistischen Partei und engagiert sich in der Studenten- und Frauenbewegung. Im 2. Weltkrieg kämpft sie als Partisanin. Später arbeitet sie als Richterin im Bundesverfassungsgericht unter Tito, gerät ins politische Abseits und schließt sich in den 90er Jahren den "Frauen in Schwarz" an. Das Vorwort ist von Ingrid Strobl.
Last updated: 04.03.2003.
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